Die ländliche
Verheißung

Publikation zu neuen Stadt-Land-Verbindungen

 

Der Blick von immer mehr Städtern richtet sich in den letzten Jahren wieder auf das Land, denn die Verheißung des guten Lebens abseits der Stadt gewinnt in Zeiten von ökonomischen und gesellschaftlichen Krisen an Attraktivität. Die Regale der Zeitungsläden sind voll mit Landmagazinen und auf den Wochenmärkten gibt es einen Ansturm auf die unförmigen Biomöhren. Auch wenn die Landlust oft nur eine Ästhetisierung des Alltags ist, folgen doch immer mehr Menschen ihren Sehnsüchten und suchen ihr Glück im ländlichen Raum. Im Umland von Berlin ist der Kampf um die besten Grundstücke im vollen Gange und die „hinterlassenen Ländereien“ sind vielerorts längst verteilt. Wer heute noch nach den Freiräumen für die Realisierung der eigenen Träume sucht, muss sich weiter hinaus wagen. In den peripheren Lagen, wo der Bus nur zweimal am Tag fährt und das Überleben von Dörfern nicht mehr gesichert scheint, gibt es sie noch, diese Freiräume. Doch lässt sich das Leben für die Stadtflüchtigen hier nur unter anderen Prämissen und mit neuen Lebenskonzepten verwirklichen. In der Arbeit wird das Spannungsfeld des ländlichen Raums zwischen Sehnsuchtsort und abgehängter Provinz erkundet und die von Wolfgang Kil beschriebenen „Gärtner und Träumer“ aufgespürt. Sind sie „Kundschafter einer neuen Lebensweise“ und damit auch zu wichtigen Akteuren im Hinblick der Entwicklung von ländlichen Regionen geworden oder handelt es sich bei den Projekten lediglich um Inseln der Glückseligkeit?

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Ausgezeichnet als beste Masterthesis im Fach Urban Design an der TU Berlin (2015), Publikation in Vorbereitung.